André Schinkel: DAS SICHTBARE UND DAS UNSICHTBARE

Zur Vernissage der Ausstellung „Sichtbares und Unsichtbares“ mit Arbeiten von Dietmar Petzold und Rolf Müller in der Galerie Zaglmaier am 09. Mai 2026

Das Sicher ist nicht sicher.
So, wie es ist, bleibt es nicht.
Bertolt Brecht.

Vernissage


Meine Damen und Herren, liebe Welt, geehrte Menschheit –

ich begrüße Sie von Herzen in meiner elfischen Erscheinungsform als Steinwender, Worthantierer und Künstebetrachter bei der heutigen Ausstellungseröffnung mit den Arbeiten von Dietmar Petzold und Rolf Müller in diesem schönen und eben den Künsten zugeneigten Haus! Ich denke, wir können uns glücklich schätzen, daß es das noch gibt und die Leute anzieht – es ist ja darin, in der Kunst und der Anschauung ihrer Objekte wie dem Gespräch damit, auch ein Gran Hoffnung aufgehoben, und ein Hinweis auf unser, nun ja, menschliches Tun und womöglich auch, im besten Sinne, Lassen zugleich.

Im Moment scheint das in einer schwer ergründbaren Weise ins Wackeln zu kommen, wenn man sich in der Welt umblickt – und von daher dürfte es umso wichtiger sein, auf Kultur, Kunst, auf Licht und Austausch zu bestehen. Auch und gerade in Zeiten der Gefährdung ist Kunst ein Fonds für Anhalt und Widerstand, für das Bestehen auf Sinn und ein Funkeln, das sich nicht in den Worthülsen der Dampfplauderer erschöpft oder den Meinungsmörsern, die wie in einer ewigen Wiederholungsschleife versuchen, gegen das mögliche Glück auf diesem Planeten vorzugehen; dem Drang, uns einzurichten darin.

Denn das ist auch eine immerwährende Hausaufgabe unserer Existenz auf diesem berge- und zum Glück auch wasserreichen Planeten: endlich auf ihm anzukommen und einen Platz zu finden, der uns entspricht – durch die Wüsteneien, an den erstaunlichen Abgründen vorbei, die wir teils selbst sind und uns damit auch oft im Wege stehend … an den Aschespuren entlang und die Dekrete der Jetztzeit überstehend wir selbst zu sein – der Natur entstiegen und in diesem Gegensatzpaar, das diese mit dem Geist bildet, changierend. Und in der Mitte solch auferlegter Expedition erwartet uns labend die Kunst?

Nun, so, wie wir in die Kunst eintauchen, werden wir als Wesen dieser Welt und in unserer Eigenschaft als Menschen, als Wahrnehmer und Träumer sichtbar; und wir setzen den Fuß oder den Blick oder den Solarplexus in einen Äther, der uns an sich von den Abgründen wegführt: wohl, weil sie in diesen Äthern erkannt und ergründet werden; wohl, weil diese Bewegung eine Möglichkeit ist, die Welt zu ergründen oder – novalisartig – sie in der Erstellung einer eigenen, inneren, transzendierenden Welt in uns, in der Nachbarschaft der Wirklichkeit wiederzufinden. Wodurch wir gleich im Thema sind.

Die uns umgebende Ausstellung trägt mit feiner Vorliebe für gute Motti und Titel den Namen „Sichtbares und Unsichtbares“. Nun, und das läßt tief blicken, ruft es doch Bilder und Assoziationen auf, die uns spätestens seit der Novalis’schen Romantik begleiten. Sie sind auch der Urgrund der Zeit, die uns und in die wir uns kleiden. An sich brauche ich die Protagonisten Rolf Müller und Dietmar Petzold nicht tiefer vorzustellen – beide Künstler sind nicht nur Freunde des Hauses, nein, auch Teil der künstlerischen Szene dieser so schönen wie gebeutelten Stadt, der sie wie auch wir anheim sind.

Der halleschen Kunstszene gehören die beiden seit langem nicht nur als Täter an, sie prägten sie auch als Anreger, akademische Lehrer und Taktgeber, als Artistae docti im allerbesten Sinne, obwohl das vielleicht nicht einmal ihr ureigener Sinn war. Und ja, sie taten das de facto zeitsynchron, als Lernende zunächst, dann auch als Lehrende, der Hallenser Petzold und der Thüringer Müller – und vor allem, und darum sind wir heute auch hier, an ihren, über diese Jahre und Jahrzehnte hin entstehenden Werken entlang, die hier in strenger und doch lebhafter Auswahl die schönen Räume bevölkern.

Das Sichtbare, das verlockt, hinter das dahinter Verborgene zu schauen, beschreibt auch in den Werken der beiden zugleich und durchaus metaphysisch den Gang der Kunst, den diese dabei durch ihre Medien, die Künstler, nimmt. Sie ist im Fall von Müller und Petzold zugleich gebündelte Neugier, Wissen, kluges und konzentriertes Fragen bis zum Erlangen einer Antwort – samt Beimengung von Zeichen und Fiktionen, wie es der Künstlerwerkstatt im glücklichen und notwendigen Falle geziemt. Und trägt so das Unsichtbare in sich, das im Geheimnis zur Kenntnis kommt, das auch zur Kunst gehört.

Oder, wie bei Dietmar Petzold, auch ein Abbild in der Phantasie anzunehmen hat – zu einer Überschneidung von Antwort und Erfindung zu gelangen. Der Dom ist zugleich das Schiff, das durch die Wellen fährt auf jenem Meer, das vielleicht das hallesche ist, und in dem sich auf jeden Fall die Bögen des hiesigen Doms brechen. Den Künstler, der der Saalestadt entstammt, begleitet das Motiv wie auch das fünftürmige Ikon der Marktkirche samt Campanile: Es ist dies ein sicherer Punkt am faszinierenden Weg des Malers, Grafikers, Zeichners, Skulpteurs und Collageurs, um den ihn jeder Hallunke beneidet.

Und ist zugleich der Ausgangspunkt für eine Reise im kreativen Flug: in den vielen Techniken, Drucktechniken in dieser Schau, nur von wenigen Zeichnungen flankiert, die nichtsdestotrotz elementarer Werkbestandteil in der Arbeit Dietmar Petzolds ist. Sie finden drei Beispiele davon im mittleren Raum zwischen den ansonsten reich eingebrachten Drucktechniken – Lithografie, Linolschnitt, Ätzradierung, Aquatinta. Allen gemein ist die große Lust am Fabulieren, das auf den detailreichen, klar gegliederten Blättern eine überaus reiche Fülle zwischen Vergangenem und Gegenwärtigem aufmacht.

Wie Rolf Müller gehört Petzold zum legendären 1965er Immatrikulationsjahrgang an der Burg. Beiden gemein ist die wichtige Anregerschaft durch große Lehrer wie Lothar Zitzmann; Rolf Müller nennt explizit auch Willi Sitte und Karl Erich Müller; letzterer ist, wie wir wissen, auch wiederum mit Petzold verbunden. Seher sind sie beide, Dietmar Petzold zudem ein bekennender Erdenker und Fantasierer – in seinem breitgefaßten Werk, das er ja ursprünglich als Designer begann, wimmelt es vor Wesen, Anspielungen und Orten, die wiederum Anspielungen sind, Denkmale, Causerien in Linien gebannt.

So gibt es die Philosopheninsel in Wörlitz zu sehen, hallesche Tag- und Nachtszenen, immer wieder den Dom, Bezüge zur „Zauberflöte“, zu den großen Mythen, die Eule als Lieblingstier Petzolds: Symbol des Wissenden, Geheimnisvollen und eben hinter die Dinge Schauenden, taucht auf; auch hier changiert ein reizvolles Spiel im Gesicht des Vogels, als Spielform der Phantasie des Meisters entstiegen. Einige Beispiele aus den umfangreichen und erfolgreichen Serien der „Nocturnen“ und „Cum grano salis“ runden das ab, und ein Hauch Collage mengt sich den wunderbaren Blättern Petzolds bei.

Dabei ist der Weg Dietmar Petzolds durchaus, um doch noch biografisch zu werden, auch im Leben verschlungen gelegt. Dem Studium des Maschinenbaus in Dresden folgt eine Ausbildung zum Gebrauchswerber. Der Weg führt dennoch an die Burg: Petzold wird Industrieformgestalter. Die Kunst begleitet ihn seit jeher – nach der Aspirantur wird er Dozent, 1978 legt er die Facultas docenti ab. Von 1994 bis 2004 schließlich ist er Professor in seinem Herzensfächern, lehrt Grundlagen und Naturstudium. Und schafft Sichtbarstes – mit einem Strich auf dem Papier, so Dietmar Petzold, beginnt jedes Abenteuer.

Die Suchbewegung in der Kunst, die auch eine Archäologie des Möglichen und seiner Verbindung mit dem Vorhandenen ist: auch ein beiden gemäßes Element. Der Dom als Schiff, noch einmal, und als Haus für die Welt; der Blick des Einzelnen, was er für die Menge bedeutet; das Bewusstsein, dass alles sich bewegt und – nach Brecht – nicht so bleiben kann: Auf die Literaturaffinitäten wird auch bei Rolf Müller noch einmal zu kommen sein. Sie wird die Freunde immer wieder zu Ausstellungen zusammenführen wie auch jetzt. In Halle, diesem kleinen Zentrum der Welt, lindem Basiscamp für alle Reisen.

Denn so ist es – wer die Welt versucht, braucht etwas Rückversicherung. Von „… großer Fahrt“, wie eine der drei Zeichnungen heißt, kehrt Petzold in seine Stadt mit größter Selbstverständlichkeit zurück. Und Rolf Müller, dem Süd-Thüringer, ist sie zur zweiten Heimat geworden. Und in deren Mitte kreist, als Lernstätte und Lehrstätte beider, die Burg. Und ist der Ausgang für die gemeinsamen Projekte – Ausstellungen, Kalender und anderes. Und der sichere Hort der Druck- und Zeichnungsserien Petzolds wie auch Müllers Blick nach Osten – in den georgischen und armenischen Kaukasus, nach China.

Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit: Durch die steinernen Stillleben des Kaukasus schimmern bei Rolf Müller die Bilder des Vorvergangenen und stehen als Zeichen, als Hieroglyphen gleichberechtigt in der Draufsicht, jene Mischung aus Bild und Symbol, durch die urartäischen Keilschriftbögen der Felsenburg Erebuni oberhalb Jerewans verbürgt, die Haken, Zacken und Kreise der armenischen Schrift, die nicht nur sprechend, sondern auch heilig ist per se. Und eine Ahnung davon gibt, was Kunst und Sprache als grundlegende Möglichkeit von Kommunkation sind: Wahrender Einhalt und Freiheit zugleich.

Auch sie ein verbindender Zug. Für Rolf Müllers Streben etwa ist sie die Ur- und Grundbedingung. Was sicher auch eine Prägung der Herkunft ist, ist er doch im Kulturschatten von Meiningen aufgewachsen und hat, auch das von prägender Wichtigkeit, in seinem ersten Studium in Leipzig noch den großen Hans Mayer gehört. In Verbindung mit Pädagogik und Kunstpädagogik sicher ein glücklicher Einfluß: So hat Müller zu seiner ersten Klasse in Hildburghausen bis heute Kontakt, prägte als Oberassistent und später von 1993 bis 2005 als Professor für Kunstpädagogik an ‚seiner‘ Burg Generationen Studenten.

Auch Müllers Weg ist berührend und besonders. Aufgewachsen in einer kreativ augenscheinlich hochaufgeladenen Gegend – allein seine Abiturklasse hat eine Reihe großer Geister hervorgebracht, sucht Müller frühzeitig den Abgleich zwischen den treibenden Kräften von Wort, Natur und Kunst. Auch sein Drang zur Literatur entspringt dieser Melange, hatte doch das frühe Zentromer Meiningen eines der besten Theater des Landes und war zugleich umringt von einer atemberaubenden Flora und Fauna. Später die Begegnung mit den halleschen Lehrern und das Glück, mit Studierenden zu arbeiten.

Bis heute spielen Literatur und Zeichen eine große Rolle im Werk Müllers, das Faszinosum Schrift und Bild, das sich vielleicht auch aus dem Erlebnis des Matenadaran, der Sammlung alter Klosterschriften mit Blick auf den Ararat, in Jerewan formt. In der DDR bereits reiste Müller bis Mittelasien, aber der Kaukasus und seine Völker und Kulturen blieben lange die größte Liebe. Später kamen noch Reisen und Aufenthalte in Vietnam und China dazu, auch diese prägend, wie etwa im gemeinsamen Buch mit Zhang Yao Lai, es ist als Doppelbuch mit Texten in zwei Sprachen in einer der Vitrinen im dritten Raum der Ausstellung zu finden: „Das Dao des Himmels ist die Tiefe aller Dinge …“

Zhang ist heute ein renommierter Professor in seinem Land; und Rolf Müller hatte die Ehre, ihn in die Kunst des Radierens einzuführen. Gedruckt hat dieses Buch auf herrlichstem Papier Thomas Siemon, gebunden Andreas Richter – ein Stelldichein feiner Kunstschaffender, wie es Rolf Müller zum Glück gereichen dürfte. Und ein die Zeiten und Welten überspannendes Projekt von der Steinzeit bis zur Gegenwart, mit Bildern, Schrift und Symbolen aufgeladen, die die Kunstweise des Vielseitigen beschreiben. Man kann diesen Einfluß auch in den einzelnen Gouachen und Zeichnungen hier im Saal sehen.

Das Bei-sich-Sein als Grundvoraussetzung des Künstlers wie auch des Lehrers Müller, dieses „Ich setzte den Fuß in die Luft, und sie trug“, das einst die Dichterin Hilde Domin formulierte, es dürfte ein Credo dieses sich erfüllenden kreativen Prozesses sein. Überhaupt Gedichte – in seinem Raum sieht man eine Vielzahl Bezüge auf Lyrik, sie reichen von Laotse über Rilke bis zu den Dichterinnen und Dichtern der Gegenwart. Ihr Gewebe ist dem in der Gobelinkunst Hochbewanderten gleichsam verwandt und eine Freude und Anregung für die eigene Arbeit. Wie auch die Musik. Und die Welt überdies.

Die Nähe zum Naturstudium, das ja eine Sichtbarkeitskunst ist, verbindet beide heute mit dieser Exposition Geehrten. Und die Suche nach dem zu Verstehenden oder sich Verstärkenden, das den Schwachen vielleicht anregt, sich dagegenzustemmen … und das Starke, auch mal ein bißchen nachzugeben. Das Sehen und Träumen, das Erdenken und Feststellen, das Raumlassen und doch auch für Festigkeit zu stehen, es scheint in beiden von Beginn an angelegt und auch heute ungebrochen, da beide, Dietmar Petzold und Rolf Müller gleichsam vor einem jeweils umfangreichen Lebenswerk stehen, um die Herzenstechniken Lithografie und Monotypie kreisend und sich in dieser Ausstellung als wundersame Retrospektive feinst zentrierend.

Etwa 120 Arbeiten schauen uns von diesen Wänden an, in den Kardinaltechniken Müllers und Petzolds: Radierungen, Linolarbeiten, Monotypien, etwas Bibliophiles, Gemaltes und Zeichnungen. Neben der Unbedingtheit in der Kunst, den Ehren des Emeritiertseins, ein je ganz eigenes Lehrkonzept verbindet die beiden auch dieser Planet, der die Burg einst war, und den man mit dem Überqueren der Brücke aus der wirklichen Welt auf dem Weg in eine wirklichere Welt erreichte. Beides, die relative Geborgenheit durch den Ort wie auch der Bezug zum Grundlegenden, dürften hallesche Symptome sein.

Und so sehen wir uns in dieser Ausstellung zwei in sich besonderen und zugleich gelingenden Leben gegenüber. Das ist, in der Zeit zumal, die uns erwartet, berührend und mit einem Hauch des Muts wie des Glückens bei nicht selten dennoch vibrierenden Bedingungen betan. Und hat schon wieder den Anruch einer Utopie. Und hat sicher die möglichen Perspektiven und Ausdrucksmöglichkeiten … ja – und auch: -notwendigkeiten dieser Schöpfer geprägt. Und nötigt uns, in der ausgewählten Fülle der Ergebnisse, von den hier wirklich nur Bruchteile gezeigt werden können, Respekt, Bewunderung ab.

In der Kunst, das wissen wir, bleibt ein Rest, der nicht klärbar, nicht bewertbar ist, irisierender Funke und Freiheit zugleich. Und nichtsdestotrotz ist die Kunst ein elementarer Erkenntnisweg, der über uns, unsere Phantasie und Eingelassenheit in die Welt, unserem Entsteigen aus der Natur nebst Beimischung von Solarplexus und Geist berichtet und uns so im Treiben der Dinge sichtbar, kenntlich, und bleibt zu wünschen, menschlich hält. Und das ist ja eine der edleren Aufgaben der Kunst – das Menschliche in den Spiegel des Vorhandenen wie der Träume, vom weniger Sichtbaren kündend, zu nehmen.

Wir sind heute hier in diesem guten Sinne versammelt – es ist der Sinn, der uns in die Literaturhäuser, Theater, in die Akademien und Ausstellungshäuser trägt. Wir sind deswegen hier, uns in der und uns vor der Kunst – ganz für uns oder gegenseitig – zu erblicken. Und das ist gut, sage ich. Und ist das Verdienst dieses Hauses und mehr noch von Rolf Müller und Dietmar Petzold, daß sie sich der Gnade wie der Zumutung der Kunst aussetzten und, jeder für sich ganz eigen und unbeirrbar, ein Werk schufen, das nun in Auszügen vor uns hängt und liegt. Und wir sind privilegiert, und davor: blickend zu bewegen.

Schauen wir auf die Beispiele aus den weitläufigen Zyklen Dietmar Petzolds, die sanften Kaskaden aus Zeichen und Symbolen in den Momentaufnahmen Rolf Müllers, die uns zu den alten Gemäuern der Kaukasuskirchen und bis in die Aschespur, die mancher Dichter zieht, führen. Und kehren wir angeregt und beschenkt zurück in das Licht dieses Nachmittags, zu den Stränden der Möglichkeiten, denn noch sind sie da. Wir würden dieses Privileg vermissen, wäre es nicht mehr bei uns. Und kehren wir in die Kosmen der beiden Künstler ein, die uns an diesem Tag in ihrer Kunst jeweils zu Gast haben mögen.

Bei Rilke heißt es: „… das Schöne ist nichts / als des Schrecklichen Anfang, den wir noch grade ertragen, / und wir bewundern es so, weil es gelassen verschmäht, / uns zu zerstören.“ Und weiter steht da: „Es bleibt uns vielleicht/irgendein Baum an dem Abhang, daß wir ihn täglich / wiedersähen; es bleibt uns die Straße von gestern / und das verzogene Treusein einer Gewohnheit, der es bei uns gefiel, und so blieb sie und ging nicht.“ Sie finden einen Teil dieses Textes in dieser Ausstellung als Bild wieder. Halten wir das Schöne fest, daß es nicht ummutiert, halten wir uns an die Gewohnheit des Baumes, zu bleiben. Beide, die Schönheit und der Baum, können uns viel lehren.

André Schinkel.