Wir laden Sie und Ihre Freunde zu der folgenden Ausstellung recht herzlich ein: 10. Januar bis 28. Februar 2026
In Erinnerung an Rudolf Horn
Personalausstellung – Malerei und Zeichnungen Eröffnung: 10. Januar 2026, 15 Uhr
Liebe Freunde der Galerie,
am 19. Oktober 2025 ist unser lieber Freund Prof. Rudolf Horn im hohen Alter von 96 Jahren nach einem äußerst erfüllten Leben in Leipzig verstorben.
Der bekannte Möbelgestalter war auch Maler und Zeichner. Von seinen Fähigkeiten auch auf dem Gebiet der Bildenden Kunst konnten wir in den vergangenen Jahren bereits mehrfach im Rahmen wunderbarer Personalausstellungen berichten. Nun wollen wir ihm und seinem Werk mit einer Ausstellung gedenken.
Bereits im Jahr 2018 hat unsere Galerie gemeinsam mit Rudolf Horn und Christiane Jung einen Bildband zum Werk des Künstlers, zunächst zur privaten Verwendung, herausgegeben. Nun haben wir eine sehr kleine Auflage des Buches neu aufgelegt. Es wird erstmalig zur Ausstellung „In Erinnerung an Rudolf Horn – Malerei und Zeichnungen“ auch öffentlich angeboten.
Wir laden Sie, liebe Freunde der Kunst von Rudolf Horn, herzlich zur Ausstellung in unsere Galerie ein.
Mit freundlichen Grüßen
Familie Zaglmaier
Aktuelle Veranstaltungen:
31. Januar 2026, 15 Uhr Lesung mit Dr. Regina Mügge „Die Frau im Musée d´Orsay“ von David Foenkinos
14. Februar 2026, 15 Uhr Lesung mit Andre Schinkel „Ein Garten am Meer. Neue und wiedergefundene Texte“
RUDOLF HORN Malerei mit Texten von Christiane Jung
Das vorliegende Buch entstand 2018 in Zusammenarbeit des kürzlich verstorbenen Künstlers mit Christiane Jung und Galerie Zaglmaier zunächst zur persönlichen Verwendung. Nun ist es erstmalig in einer sehr kleinen öffentlichen Auflage erhältlich. Das Buch enthält zahlreiche farbige Abbildungen von Gemälden und Zeichnungen Rudolf Horns und einen Text von Christiane Jung.
Diese Auflage entstand in Vorbereitung der Gedächtnisausstellung in unserer Galerie und ist ausschließlich hier für 30,00 EUR ab sofort käuflich zu erwerben.
Foto: Hendrik Schmidt
Leseprobe: Es ist Februar, wir sehen Bilder an, um eine Auswahl für die Präsentation zu treffen. An einem der Porträts kritisiere ich eine Hand, sie sei irgendwie falsch. Rudolf behauptet das Gegenteil, und als ich von einem anderen Bild sage, ich würde es übermalen, die Rückseite noch nutzen oder bestenfalls einen kleinen brauchbaren Ausschnitt wählen und den Rest anderweitig verwenden, ist der Krach da. Ja, ich gebe zu, ich bin schuld. Aber: Ich habe Recht. Was ist geschehen? Für einen Künstler sind die eigenen Arbeiten manchmal wie seine Kinder, man hat viel Zeit miteinander verbracht, ihr Werden begleitet, hat sie lieben gelernt, redet mit ihnen und lebt in gutem Einvernehmen, ist doch mit dem Entschluss, einer Arbeit den Status „fertig“ zu verleihen, in der Regel jeder Selbstzweifel ausgeräumt. Kommt dann aber jemand daher und äußert sich gegen eines dieser Werke, dann setzt sich auf der Stelle eine ganze Maschinerie in Gang, als gelte es, das eigene Fleisch und Blut zu beschützen und mit allen denkbaren Mitteln zu verteidigen. Abzuwägen, ob die Kritik berechtigt ist oder nicht, das wären weitere Schritte, mögliche Schritte, höchst ungeliebte. Zunächst bleibt jeder Einwand unberechtigt, falsch, anmaßend und empört wendet sich der Künstler ab, als sei er selbst mit allem je von ihm Erschaffenen in Zweifel gezogen. Es dauert, und ich sage jetzt bewusst wir, es dauert, bis wir bereit sind mitzudenken, denn es geht um diese „Kinder“, unsere Kameraden in Gestalt geschaffener Werke, und so gesehen wird meine eingangs geäußerte Empfehlung, eine abgeschlossene Arbeit am besten zu vernichten, als Anstiftung zu einer Gemeinheit, einer Straftat, wenn nicht gar zum Mord am Kameraden verstanden. Sie verstehen, der Streit ist Programm. Ich versuche es zu präzisieren. Was ich gesagt haben möchte, ist, dass eine Kritik am eigenen Werk von zwei Zuständen geprägt wird, einerseits von der des Leidens, andererseits der Vernunft. Der Blick von außen, der uns selbst verstellt bleibt, eine Kritik, möglichst vor der Veröffentlichung, sind so schwer zu bekommen, bei allem Schmerz jedoch das Beste, was uns widerfahren kann. Wenn es doch nur ab und an jemand wagen würde.
Christiane Jung (Textauszug)
Angaben zum Druck: A4 hoch (205 x 270 mm), Inhalt: farbig (4/4), Umschlag: farbig (4/0), Inhalt: 76 Seiten, Umschlag: 2 Seiten, Inhalt: 170 g/m² Bilderdruck matt FSC®-zertifiziert, Umschlag: 150 g/m² Bilderdruck auf 2mm Kartondecke FSC®-zertifiziert, Umschlag: Folienkaschierung matt, Basis-Datencheck, mit Klimabeitrag